Neue Form des Coaching in der Text-Ausbildung
Seminare zu vermarkten wird immer schwieriger: Die Neigung der Unternehmen sinkt, ihren Mitarbeitern Fortbildung zu bezahlen. Dabei wirkt die Dauer der Abwesenheit vom Arbeitsplatz ebenso sehr als Hindernis wie die Kosten des Seminars. Der Trend geht zum Kurzseminar, in dem sich aber viele Fertigkeiten und Kenntnisse im Umgang mit Text schlichtweg nicht mehr hinreichend einüben lassen. Im Unterschied zu den meisten anderen Themenfeldern ist das Verhältnis von Wissensvermittlung und praktischer Übung mit individuellem Feedback mindestens mit 1:5 anzusetzen.
Die Teilnehmer der Schreibtrainings begreifen dies rasch. Ihre Frage am Ende aller Textseminare: Wir wissen jetzt im Prinzip, worauf es ankommt – wie kommen wir zu der notwendigen Übung?
Seit vielen Jahren steht die Möglichkeit des individuellen Coachings im Raum. Die praktischen Versuche haben gezeigt, dass diese Begleitung der Textarbeit im Berufsalltag aus vielerlei Gründen nicht wirklich funktioniert. Die wichtigste Ursache: reale betriebliche Aufgaben erfordern meistens rasche und optimale Ergebnisse – pädagogische Diskussionsprozesse stören hier nur, und oft fehlt des Coach die im Detail notwendige Kenntnis der Sachverhalte, der betrieblichen Strukturen, der Unternehmenskultur und und und...
Standardisierte Lernprozesse und individuelle Förderung verbinden
Eine Lösung sehe ich nur in einer neuen Form des Coachings, die mit einer gewissen Distanz zum konkreten betrieblichen Alltag inhaltlich standardisierte Lernprozesse und gezielte individuelle Förderung miteinander verbindet. Es handelt sich gewissermaßen um einen „dritten Weg“ zwischen programmiertem eLearning und dem Präsensseminar, dessen wesentliche Elemente folgendermaßen beschrieben werden können:
Jede Coaching-Einheit strebt ein definiertes Lernziel mit Hilfe einer festgelegten Anzahl von praktischen Übungen an.Jede Übung besteht aus 1. einer knappen theoretischen Einführung in die Aufgabenstellung, Arbeitsanweisungen und ggf. der zu bearbeitenden Textvorlage.
Die praktische Textübung steht immer im Vordergrund – theoretische Wissensvermittlung knüpft an deren Ergebnissen, d.h. an der Übungsarbeit des Teilnehmers an.
Die wichtigste Reaktion des Coachs auf die Übungsarbeit ist die eingehende Textkritik (Inhalt / Form / Sprache) in schriftliche Form, an die sich eine mündliche Erörterung anschließen kann. Dieses Feedback kommt sehr zeitnah und zuverlässig – in der Regel innerhalb von zwei bis maximal drei Arbeitstagen.
Im Einzelfall aufgetretene Wissensdefizite werden durch die Übermittlung sehr knapp gehaltener Informationstexte behoben. Anders als beim eLearning / Fernstudium gibt es also keine programmierte Abfolge von Studienbriefen, Lektionen o.ä.
Zertifikat
Nach Abschluss des Trainings erhält der Teilnehmer eine schriftliche Einschätzung seines Lernerfolges und eventuell noch vorhandener Defizite.Auf Wunsch kann ein qualifiziertes (benotetes) Zertifikat ausgestellt werden.
Ein Coaching kann nach Absprache jederzeit beginnen – seine Dauer hängt ausschließlich vom Arbeitstempo des Teilnehmers ab.
Nach diesem Ansatz eignet sich ein Text-Coaching für Absolventen von Textseminaren, die ihre praktische Übung vertiefen wollen, aber auch für Menschen, die aus irgend welchen Gründen kein Seminar besuchen können oder wollen. Als Seminar-Ersatz sollten die Coachings allerdings nicht propagiert werden, im Gegenteil: Ein Minimum an Basiswissen muss erwartet werden.
Basis-Coaching Pressemitteilung (12 Übungen)
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